Medienworkshop im Zentrum der Außenpolitik

Jul 13, 2023 | Aktuelles, Berichte, Workshops

Acht Nachwuchsjournalisten des Pressenetzwerks begleiteten und dokumentierten die Jugendkonferenz „Die UN und Wir. Jugend gestaltet globale Zukunft“

Vom 15. bis 16. Juni 2023 fand im Auswärtigen Amt in Berlin die Jugendkonferenz „Die UN und Wir. Jugend gestaltet globale Zukunft“ statt. Mitten drin acht Nachwuchsjournalisten, die von der Veranstaltung im Rahmen eines Medienworkshops berichteten. Dazu eingeladen hatte das Pressenetzwerk für Jugendthemen zusammen mit dem Veranstalter der Konferenz, der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen.

Die Nachwuchsjournalisten reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an. Bereits mehrere Stunden vor dem offiziellen Beginn der Konferenz durchliefen sie die Sicherheitskontrolle und den Check – in und bezogen ihre Workshop-Redaktion im Ellinor-von-Puttkamer-Saal, der ansonsten unter anderem der Pressestelle des Auswärtigem Amtes als Besprechungsraum dient. Nach einer ersten Vorstellungsrunde erklärten die Workshop-Leiterinnen Carola Dorner und Christine Siefer die genaue Aufgabenstellung und -verteilung. Die acht Teilnehmenden bekamen jeweils nach Wunsch einen Themenworkshop zugeteilt, aus dem sie am nächsten Tag berichten sollten. Zudem sollten multimediale Beiträge zu freiwählbaren Themen entstehen, die sich inhaltlich an der Konferenz orientieren sollten.

Im Anschluss an die Konferenz stand der Gruppe ein Workshoptag zur Verfügung, an dem die Beiträge bereits fertiggestellt werden sollten. Erste Bedenken aufgrund des Zeitdrucks konnten die freien Journalistinnen und Workshop-Leiterinnen Carola Dorner und Christine Siefer ausräumen. Schließlich sollten durch die gemeinsame Arbeit auch neue Fähigkeiten erlernt werden. Madelina Pipping, Referentin für Presse und Kommunikation der DGVN, stand der Projektredaktion für organisatorische und inhaltliche Fragen ebenfalls jederzeit zur Verfügung.

Gegen 17 Uhr strömten schließlich auch die rund 300 jungen Konferenzteilnehmenden, hauptsächlich Schülerinnen und Schüler, ins Auswärtige Amt. Im Weltsaal fand sich die Menge zur Eröffnung zusammen. Zu Beginn sollte der Song „Zusammen“ der Fantastischen Vier und Clueso die Anwesenden auf die anschließende Podiumsdiskussion einstimmen.

Unter dem Titel „Die Welt am Scheideweg. Die UN durch die Augen zukünftiger Generationen“ diskutierten Experten auf dem Podium mit der Moderatorin Katie Gallus und den Schülerinnen und Schülern zu Themen Jugend-Partizipation, Flucht und Migration oder Klimakrise. Vorangegangen war noch eine Live-Schalte nach Genf zu Volker Türk. Der Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte betonte die Rolle der UN für die Lösung globaler Probleme: „Wir müssen uns mehr einsetzen, mehr tun gegen Umweltverschmutzung oder Klimawandel generell. Es ist klar, dass wir uns in den Vereinten Nationen sehr stark dafür einsetzen, dass Regierungen entschlossener gegen diese Aspekte kämpfen.“ Die junge Perspektive sei dabei entscheidend, führte er aus. Der Klima-Aktivismus der jungen Generation nehme eine Schlüsselrolle ein, ihr Einfluss, zum Beispiel auf die Klimakonferenz 2019, sei enorm gewesen, sagte Türk und ergänzte: „Es braucht auch weiterhin einen Einfluss von Jugendlichen auf Regierungsentscheidungen.“

Daher waren bei der Podiumsdiskussion neben Günter Sautter, Botschafter im Auswärtigen Amt, auch Lew Töpfer, UN-Jugenddelegierter zur Generalversammlung, Yawri Carr, Aktivistin für digitale Rechte und Manuel Frank, Jugendbotschafter Entwicklung bei der NGO „ONE“ vertreten, die den Anwesenden erklärten, wie man sich als junger Mensch politisch engagieren könne. Ein Thema, das auch von den acht Nachwuchsjournalisten in ihren Beiträgen aufgegriffen wurde. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion führten sie zahlreiche Interviews, bevor der erste Konferenztag mit einer Silent Party im Protokollhof des Auswärtigem Amtes zu Ende ging.

Der zweite Konferenztag begann bereits um acht Uhr mit einer kurzen Redaktionskonferenz des Medienworkshops. Bis zur Mittagspause verbrachten die Nachwuchsjournalisten in den Workshops und dokumentierten die Diskussionen. Nachmittags wurden die Ergebnisse der Workshops vorgestellt. Zwischendurch nutzten die Journalisten jede Gelegenheit, um Interviews zu führen, zu filmen oder zu fotografieren. Die Workshop-Leiterinnen standen dabei stets beratend zur Seite. Um 16 Uhr stellte sich Tobias Lindner, Staatsminister im Auswärtigen Amt, den Fragen der jungen Teilnehmenden, für die die Jugendkonferenz mit einem Poetry Slam in der Alten Münze in Berlin endete.

Die Teilnehmenden des Medienworkshops trafen sich bereits am nächsten Morgen im Generalsekretariat der DGVN zum gemeinsamen Arbeiten. Madelina Pipping von der DGVN hatte für ausreichend Snacks und Kaffee gesorgt. Nach einer kurzen Auftaktrunde, konnten die Teilnehmenden gar nicht schnell genug ihre Notizen zu Papier, bzw. in Video- oder Audioform bringen. Es stellte sich heraus, dass die Bedenken bezüglich des Zeitdrucks unnötig gewesen waren. Der Großteil der Beiträge konnte fertiggestellt werden. Lediglich die finale Endkorrektur nahmen Carola Dorner und Christine Siefer im Nachgang vor.

Die Eindrücke nahmen die acht Nachwuchsjournalisten nicht nur in Form ihrer Beiträge mit in ihre Heimatredaktionen, sondern auch als Erinnerung an eine Begegnung mit der internationalen Politik und den eigenen Gestaltungsmöglichkeiten.

Text: Christine Siefer
Fotos: Christine Siefer und Mevice Candan

Die Dokumentation der Redaktionsarbeiten findet Ihr sehr schön aufbereitet auf der Webseite der DGVN.

Illustration: Sanjini Redmond

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