Raum für Jugend und Medien
Der Zukunftsraum am 13. Juni in Köln brachte viele Erkenntnisse und ein klares Ergebnis: Jugendorganisationen und Journalist*innen müssen sich besser vernetzen und sehen!
Dafür entwickelten die Anwesenden während des PNJ-Events auch Wege, dieses Ziel zu erreichen. In Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern wird unser Verein diesem nun nachgehen und möchte eine neue Kooperationsplattform ins Leben rufen. Mehr dazu in Kürze.
Netzwerken mit Sinn
„Wie können Jugendorganisationen und Medienvertreter*innen besser zusammenarbeiten?“ Getrieben von dieser Frage kamen in den Workshop-Räumen der Kölner „Wohngemeinschaft“ Vertreter*innen aus Journalismus und Jugendverbänden zusammen. Genauso vielfältig wie die Jugendorganisations- und Medienlandschaft selbst präsentierten sich auch die Teilnehmenden. Neben einer Kollegin aus dem „Kleinen Muck e.V.“ als Repräsentant der offenen Kinder- und Jugendarbeit gesellte sich ein Vertreter der Fachstelle Queere Jugend NRW, die Vertreterin der Jugendmigrationsdienste (jmd) und eine Kollegin des für den Bundesfreiwilligendienstes zuständigen BAFzA trafen auf eine Journalistin, die ihre Expertise für Öffentlichkeitsarbeit und bessere Sichtbarkeit in ihrer eigenen Medienakademie teilt. Nachwuchsjournalist*innen und schon erfahrene Redakteur*innen, u.a. des Magazins „GenZ“, gingen in spannende Diskussionen mit weiteren Vereinen, wie dem Rom e.V.
Der schnelle Tenor: Gut, dass wir uns mit diesem Format endlich einmal sehen! Und mehr noch: Angeleitet von Studierenden der Uni Köln setzten sich die Teilnehmer*innen konkret mit den vorangestellten Fragen auseinander. Dabei wurden zunächst die Probleme in der Zusammenarbeit von Verbänden und Medien herausgearbeitet: Die anwesenden Journalist*innen vermissen verlässliche Möglichkeiten, die richtigen Ansprechpersonen in den Organisationen zu erreichen. Die Jugendverbände hingegen wünschen sich von Medienvertreter*innen einen sensibleren Umgang mit den Jugendlichen und den eigenen Mitarbeitenden. Auch die permanente Problematisierung in der Berichterstattung wurde kritisiert und dazu ermuntert, auch wieder positive Themen zu platzieren, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Letztlich betonten die auf beiden Seiten genannten Stichworte Fairplay und Wertschätzung ein generell besseres Miteinander.


Neue Schnittpunkte und mehr Sichtbarkeit
Die lockere Atmosphäre begünstigte ein ausgesprochen gutes Gruppengefüge. Und daraus resultierte letztlich Zählbares, worauf sich alle Beteiligten verständigten. Es braucht eine eigene Plattform, um sich besser zu vernetzen – im Idealfall durch das PNJ als zentrale Verwaltung zur Verfügung gestellt. Daran arbeiten wir nun und lotsen aus, mit welchen Mitteln dieser Weg gegangen werden kann. Ab hier sind nun unsere Mitglieder gefragt: Wir wollen eure Meinung dazu hören, eure Bedürfnisse mit aufgreifen und gemeinsam an diesem Projekt weiterarbeiten. Denn so viel ist sicher: Auch 2027 sollte unser „Zukunftsraum“ fortgesetzt werden! Darauf haben uns alle Anwesenden drängend hingewiesen. Dann aber bitte mit etwas Sichtbarem und weiteren Schritten für eine bessere Zusammenarbeit zwischen „Jugend“ und „Medien“.
Das Event „Zukunftsraum“ des Pressenetzwerks für Jugendthemen wurde in Kooperation mit „Service Learning“ der Universität zu Köln konzipiert und umgesetzt – getragen durch Eigenmittel des Vereins und einer finanziellen Unterstützung durch Mittel des Ford Philanthropy – ebenfalls im Rahmen des Projektseminars der Uni Köln. Um unseren „Zukunftsraum“ etablieren zu können, müssen sich weitere Finanzierungswege finden. Auch hier freuen wir uns über jede Unterstützung.
Text: Robert Filgner, PNJ
Bilder: Robert Filgner, Jan Fischer

